Facebook Network

Zugegeben, ich bin noch nicht lange Fan von Facebook. Genaugenommen habe ich es bis vor ein paar Monaten überhaupt nicht gemocht. Vielleicht, weil mir die neue Zeit manchmal zu schnelllebig ist, vielleicht auch, weil ich mein Leben nicht für alle sichtbar ins Netz stellen und bebildern wollte.

Meine Einstellung hat sich innerhalb weniger Tage grundlegend geändert, als nämlich im Juni diesen Jahres unsere so viel gescholtene Jugend genau dieses Facebook und seine rasante Informationsverbreitung nutzte, um sich an den akuten Brennpunkten zu verabreden und so ihre Heimatstädte und viele Betroffene vor dem Hochwasser zu schützen und schnelle Hilfe vor Ort zu leisten.
In diesen Tagen war ich das erste Mal nicht nur "Mitleser" sondern auch selbst bei Facebook aktiv - und seitdem möchte ich es nicht mehr missen, mich mit Freunden und Bekannten virtuell zu unterhalten.

Doch das "Gesichtsbuch" war ja nicht immer in dieser Form vorhanden. Wie jede Erfolgsgeschichte muss auch die von Facebook irgendwann klein angefangen haben.

VON DER IDEE ZUM MILLIARDENGEWINN

Eine verschmähte Liebe war der eigentliche Ursprung des heute größten sozialen Netzwerks der Welt. Für Mark Zuckerberg hatte es also etwas Gutes, dass er im Jahr 2003 von seiner damaligen Freundin einen Korb bekam - es sollte ihn zum jüngsten Selfmade- Millardär aller Zeiten machen.
Zuckerberg stellte unter der Webseite facemash.com unerlaubt Fotos junger Frauen ins Netz und forderte dazu auf, diese nach der Attraktivität zu bewerten. Die Seite war schnell überlastet und musste nach heftigen Protesten einige Tage später wieder geschlossen werden. Für Zuckerberg war dies eine große Erfahrung, wusste er doch, dass er bei zukünftigen Projekten mehr auf gesetzliche Grundlagen, wie die Einhaltung von Urheberrechten, zu achten hatte.

Im Frühjahr 2004 war es dann soweit: Facebook ging ins Netz. Zusammen mit seinen Kommilitonen Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin hatte Zuckerberg ein soziales Netzwerk geschaffen, welches in elektronischer Form ähnlich aufgebaut war wie die Jahrbücher amerikanischer Colleges.
Zunächst wurden für Facebook ausschließlich Studenten zugelassen, es verbreitete sich aber rasant über die ganze Welt.

Anfangs wurde Zuckerberg bei der Gründung und Weiterentwicklung von Facebook von seinem Freund Eduardo Saverin finanziell unterstützt. Später, als sich das soziale Netzwerk immer weiter verbreitete, wurde Saverin von Zuckerberg mit einer größeren Geldsumme in angeblich beiderseitigem Einvernehmen fnanziell abgefunden und Zuckerberg gewann die Unterstützung von Peter Thiel als weiterem Kapitalgeber.
Nach einiger Zeit wurde Thiel wegen Kokainbesitzes verhaftet, so dass es Zuckerberg für besser hielt, das Unternehmen Facebook allein weiterzuführen.

Im Jahr 2011 wagte Facebook den Gang an die Börse, welcher zu Beginn allerdings nicht wirklich von Erfolg gekrönt war. Die Aktie ging erst einmal auf Talfahrt, hat sich aber im Laufe der Zeit wieder erholt.
Heute besitzt unter anderem auch Microsoft Anteile an Facebook.

EIN AMERIKANISCHER TRAUM

Mark Zuckerberg hat sein Studium nach der erfolgreichen Fascebook- Gründung nicht zu Ende geführt. Er wird zum 10- jährigen Jubiläum seiner "Erfindung" mehr als 7- facher Milliardär sein - und damit mit gerade einmal Anfang 20 die Verkörperung des amerikanischen Traumes schlechthin.
Der Wert seines Facebooks wird auf über 80 Milliarden Dollar geschätzt.
Facebook zählt mittlerweile über 650 Millionen Mitglieder und ist damit selbstverständlich das größte soziale Netzwerk der Welt - damit ist jeder 13. Mensch der Welt bereits bei Facebook angemeldet.
Monatlich werden auf der Seite mehr als 30 Milliarden Inhalte getauscht. Allein zum Neuen Jahr werden inzwischen über 750 Millionen Fotos hochgeladen.

UNENTBEHRLICH

Facebook ist heute nicht nur ein Lieblingskind der Jugend zum Austausch von Neuigkeiten, es ist auch für Firmen und Selbstständige fast unentbehrlich geworden.
Da mittlerweile fast jeder Mensch soziale Netzwerke zur Kommunikation nutzt, ist auch Facebook ein wichtiges Mittel zur Werbung und Kundenbindung moderner Firmen geworden.
In der Zukunft wird sicherlich kein Unternehmen mehr ganz ohne die Nutzung des Social Network auskommen.

Im Film über die Erfolgsgeschichte von Facebook und Zuckerberg "The social Network" stellt dieser am Ende seiner damaligen Freundin eine Freundschaftsanfrage via Facebook - für die Realität sicher ein zu schönes Ende dieser Erfolgsstory.
 

Interessante Fan-Pages, entdeckt auf Facebook:

 

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